Wie anhaltende Angst das Immunsystem zerstört

By |2020-04-16T04:46:51+00:00April 1st, 2020|AnGSt|

Krankheitserregende Mikroorganismen interessieren sich weder für das Geschlecht, das Alter noch den Status einer Person. Nur Menschen unterwerfen Krankheiten und Kranke seit jeher einem Werturteil und dichten Krankheitserregern eine spezielle „Vorliebe“ an. So auch im Fall der „Spanischen Grippe“, die zwischen 1918 und 1920 Angst und Schrecken verbreitete. In den Medien wird immer wieder betont, dass ihr Erreger vor allem Männern zwischen 20 und 40 Jahren zugesetzt hat. Die Erklärung für diesen Umstand ist jedoch relativ simpel: ihre Immunsysteme waren aufgrund der anhaltenden Angst ganz besonders geschwächt. Schliesslich hatten sie gerade erst im Ersten Weltkrieg (1914-1918) um ihr Überleben gekämpft. [...]

Flucht oder Angriff?

By |2020-01-13T13:24:41+00:00August 5th, 2019|AnGSt|

Die Biologie der Angst ist einfach gestrickt. Zwar setzen ihre Mechanismen den Menschen nur dem Anschein nach willkürlich in Bewegung, doch tatsächlich lässt sie ihm kaum Reaktionsmöglichkeiten offen. Viele Wissenschaftler bezeichnen das menschliche Angstsystem daher auch als “archaisch”. Und damit haben sie Recht. Schliesslich wurde es justiert, als der Mensch noch Teil der Natur und Nahrungskette war.  […]

Warum die Angst die Mutter der Emotionen ist

By |2020-02-14T10:28:38+00:00Mai 11th, 2018|AnGSt|

Die Angst herrscht über unsere Gefühle. Ihre Macht über sie wird seit rund zweieinhalb Jahrtausenden von Philosophen vermutet und ebenso lange von den Literaten angedeutet. Heute wissen wir, dass ihre Herrschaft über unsere Emotionen durch die Biologie legitimiert wird. Bereits 1915 konnte der Physiologe Walter Cannon empirisch belegen, dass alle emotionalen Zustände durch das Angsthormon Adrenalin gesteuert werden und Angst und Aggression dasselbe sind. […]

Die Amygdala – unser Angstmechanismus im Gehirn

By |2020-03-30T08:40:26+00:00März 30th, 2018|AnGSt|

Die Angst besitzt die Fähigkeit, den Gegensatz zwischen nicht-materiellerer und materieller Welt aufzuheben. In Gestalt der Amygdala nimmt sie erstmals Konturen an. Entdeckt hat sie 1819 der deutsche Anatom Karl Friedrich Burdach (1776-1847). Er benannte sie wegen ihrer Form nach dem griechischen Wort αμύγδαλο (Mandel). Die Amygdala leistet jede Nanosekunde unseres Lebens Aussergewöhnliches. Dies jedoch fast unbemerkt. Selbst die Wissenschaft hat ihren Stellenwert erst vor wenigen Jahrzehnten wirklich erkannt. Wird sie beschädigt oder entfernt, bleibt von der Persönlichkeit des Menschen und seiner Gefühlswelt nicht mehr viel übrig. […]