Wie anhaltende Angst das Immunsystem zerstört

By |2020-04-16T04:46:51+00:00April 1st, 2020|AnGSt|

Krankheitserregende Mikroorganismen interessieren sich weder für das Geschlecht, das Alter noch den Status einer Person. Nur Menschen unterwerfen Krankheiten und Kranke seit jeher einem Werturteil und dichten Krankheitserregern eine spezielle „Vorliebe“ an. So auch im Fall der „Spanischen Grippe“, die zwischen 1918 und 1920 Angst und Schrecken verbreitete. In den Medien wird immer wieder betont, dass ihr Erreger vor allem Männern zwischen 20 und 40 Jahren zugesetzt hat. Die Erklärung für diesen Umstand ist jedoch relativ simpel: ihre Immunsysteme waren aufgrund der anhaltenden Angst ganz besonders geschwächt. Schliesslich hatten sie gerade erst im Ersten Weltkrieg (1914-1918) um ihr Überleben gekämpft. [...]

Basel in Angst – Chemiekatastrophe “Schweizerhalle”

By |2020-04-14T06:41:54+00:00November 1st, 2019|AnGSt|

Am 1. November 1986 brach im Industriegebiet „Schweizerhalle“ eines der grössten Feuer der Schweiz aus. Während das Ereignis von Seiten des Pharma- und Chemiekonzerns, der Politik und Behörden verharmlost wurde, kämpfte die Bevölkerung mit Todesängsten und gesundheitlichen Problemen. Am Beispiel von Augenzeugenberichten werden die damaligen Geschehnisse nachgezeichnet. […]

Flucht oder Angriff?

By |2020-01-13T13:24:41+00:00August 5th, 2019|AnGSt|

Die Biologie der Angst ist einfach gestrickt. Zwar setzen ihre Mechanismen den Menschen nur dem Anschein nach willkürlich in Bewegung, doch tatsächlich lässt sie ihm kaum Reaktionsmöglichkeiten offen. Viele Wissenschaftler bezeichnen das menschliche Angstsystem daher auch als “archaisch”. Und damit haben sie Recht. Schliesslich wurde es justiert, als der Mensch noch Teil der Natur und Nahrungskette war.  […]

Die Maori und die Angst

By |2019-10-20T05:36:45+00:00September 14th, 2018|AnGSt|

Die Angst hat ein Janusgesicht. Einerseits ist sie das „freudige“ Aufgeregtsein und das „drängende Verlangen“ nach etwas oder jemandem. Andererseits ist sie das „beunruhigende“ Aufgeregtsein, das den stets drohenden Tod erahnen lässt. Die frühen Naturvölker kannten das Doppelgesicht der Angst noch. Auch die Maori, deren polynesische Vorfahren vor ungefähr 6‘000 Jahren von Südostasien aus aufbrachen und den pazifischen Raum eroberten, besassen noch das natürlich-ganzheitliche Angstverständnis. Es offenbart sich in ihrer religiösen Vorstellungswelt, ihren kulturellen Ritualen und in ihrer Sprache. […]

Liebesangst – Von Kopf bis Fuss auf Liebe eingestellt

By |2019-09-09T06:29:20+00:00August 31st, 2018|AnGSt|

Wenn Amors Pfeil ins Schwarze trifft, macht sich nicht nur das Herz, sondern auch die Angst bemerkbar. Der Körper befindet sich plötzlich im Ausnahmezustand. Nur ein kurzer Blick zur geliebten Person hin und schon fängt das Herz zu „rasen“ an, es „verschlägt“ einem der „Atem“, die Knie „zittern“ und der „Angstschweiss“ bricht aus. Vor allem am Beispiel der Liebesliteratur lässt sich zeigen: angstauslösende Reize können durch und durch lustbetont sein. Kein Wunder, bedienen sich ihre Schöpfer seit Jahrhunderten am Wortschatz der Angst, um das Innenleben von Verliebten darzustellen und beim Publikum die „grossen Gefühle“ zu wecken. […]

1. Weltkrieg (2/5) – Kriegseuphorie und Freudenangst im Deutschen Reich

By |2019-09-08T05:30:08+00:00Juli 6th, 2018|AnGSt|

Die politischen Geschehnisse im Frühsommer 1914 und die Reaktionen der deutschen Bevölkerung gingen unter den Begriffen „Julikrise“ und „Augusterlebnis“ in die Geschichte ein. Aus ihnen hervorgegangen ist der Mythos von der deutschen „Kriegseuphorie“. Ihm zufolge sollen die Deutschen den Kriegszustand ihres Landes frenetisch gefeiert haben und den Lemmingen gleich angstlos in den Tod gezogen sein. Für die friedensverwöhnten Nachfolgegenerationen ein kaum nachvollziehbares Verhalten, das bis heute von der Wissenschaft erforscht wird. […]

Warum die Angst die Mutter der Emotionen ist

By |2020-02-14T10:28:38+00:00Mai 11th, 2018|AnGSt|

Die Angst herrscht über unsere Gefühle. Ihre Macht über sie wird seit rund zweieinhalb Jahrtausenden von Philosophen vermutet und ebenso lange von den Literaten angedeutet. Heute wissen wir, dass ihre Herrschaft über unsere Emotionen durch die Biologie legitimiert wird. Bereits 1915 konnte der Physiologe Walter Cannon empirisch belegen, dass alle emotionalen Zustände durch das Angsthormon Adrenalin gesteuert werden und Angst und Aggression dasselbe sind. […]

Die Amygdala – unser Angstmechanismus im Gehirn

By |2020-03-30T08:40:26+00:00März 30th, 2018|AnGSt|

Die Angst besitzt die Fähigkeit, den Gegensatz zwischen nicht-materiellerer und materieller Welt aufzuheben. In Gestalt der Amygdala nimmt sie erstmals Konturen an. Entdeckt hat sie 1819 der deutsche Anatom Karl Friedrich Burdach (1776-1847). Er benannte sie wegen ihrer Form nach dem griechischen Wort αμύγδαλο (Mandel). Die Amygdala leistet jede Nanosekunde unseres Lebens Aussergewöhnliches. Dies jedoch fast unbemerkt. Selbst die Wissenschaft hat ihren Stellenwert erst vor wenigen Jahrzehnten wirklich erkannt. Wird sie beschädigt oder entfernt, bleibt von der Persönlichkeit des Menschen und seiner Gefühlswelt nicht mehr viel übrig. […]

Was ist Angst? – Eine kurze Einführung

By |2019-09-28T07:48:50+00:00März 29th, 2018|AnGSt|

Der moderne Mensch hat seiner Angst den Kampf angesagt. Er hat sich jedoch auch eine Welt geschaffen, die unaufhörlich neue Ängste produziert. Kein Wunder, stellen Angsterkrankungen heutzutage nicht nur das grösste Gesundheits- und Sterberisiko in den Industrieländern dar. Auch der „Kampf gegen die Angst“ verkürzt seine Lebenserwartung. Vor allem die „Flucht vor der Realität“ soll nämlich das Problem lösen. Die Dauerbenebelung durch Sucht- und angebliche Heilmittel dient ihm dabei als lebensverlängernde Massnahme. Sie sollen sein dauererregtes Gehirn und sein ebenso dauerreregtes Nervensystem wieder beruhigen, die seinen Organismus zerstören. Früher oder später tritt er aber trotzdem ein, der Zusammenbruch von Körper [...]

Das Wort “Angst”

By |2019-09-12T10:28:36+00:00März 24th, 2018|AnGSt|

Unsere Kommunikation baut auf Worten auf. Dass wir in abstrakten Zeichen denken und heute Buchstaben deuten können, ist vermutlich aus der uralten Fähigkeit des Spuren- und Sternelesens hervorgegangen. Als der Mensch seiner Angst ihren Namen gab, war sein Blick jedoch bestimmt nicht in den Himmel oder auf die Erde gerichtet. Vielmehr schaute er in sein “Inneres” oder aber auf ein “Gegenüber”, dem es gerade die Kehle zuschnürte – ng! […]