Emil Coué und die Angstbewältigung durch Autosuggestion

By |2020-02-15T15:45:57+00:00Februar 14th, 2020|AnGSt|

Emil Coué setzte das Unbewusste mit der Angst gleich, und beschrieb Jahrzehnte vor den modernen Neurowissenschaften die Funktionen, Eigenschaften und Mechanismen der biologischen Angst. Im Couéismus stellen Angstvorstellungen die entscheidende Ursache aller psychischen und der meisten physiologischen Krankheiten dar. Selbst „Angsterkrankungen“ sind ihm nach Produkte der eigenen Einbildungskraft. Mit seiner Methode der „Selbstbemeisterung“ hat Coué zu seiner Zeit Tausende von ihren Ängsten, Gebrechen und sonstigen Krankheiten kuriert. […]

Angstphysik – Warum Angst tödlich sein kann

By |2020-01-13T13:16:44+00:00Oktober 1st, 2019|AnGSt|

Die Angst ist in ihrer ursprünglichen Form nichts anderes als pure Energie. Das biologische Angsterleben nimmt schliesslich nicht nur mit einem Reizimpuls seinen Anfang. Vielmehr setzt dieser Impuls auch spezielle Körpermechanismen in Gang, welche die Antriebsenergie hochfahren und den Menschen aktionsbereit machen. Die Angstenergie ist zwar ebenfalls den Naturgesetzen der Physik unterworfen, doch sie stellt auch eine physikalische Grösse für sich dar. […]

Erich Fromm und die Angst vor sozialer Isolierung

By |2020-01-13T13:30:32+00:00Mai 1st, 2019|AnGSt|

Die Angst ist ein Überlebensmechanismus. Ihre Aufgabe ist es, eine gesunde Wechselbeziehung zwischen dem Menschen und seiner Umwelt zu gewährleisten. Wird diese Beziehung gestört und sieht sich der Mensch der ständigen Bedrohung ausgesetzt, erkrankt er irgendwann an ihren biologischen Mechanismen. In den Industrieländern ist die Verbreitung von Ängsten Machtfaktor und Geschäft zugleich. Die „Massen“, ihre „Meinungen“ und ihr „Verhalten“ sollen schliesslich gezielt manipuliert und gesteuert werden. Nach Erich Fromm appellieren alle diese Ängste an die Hauptangst des modernen Menschen: die Angst vor sozialer Ausgrenzung. […]

Liebesangst – Von Kopf bis Fuss auf Liebe eingestellt

By |2019-09-09T06:29:20+00:00August 31st, 2018|AnGSt|

Wenn Amors Pfeil ins Schwarze trifft, macht sich nicht nur das Herz, sondern auch die Angst bemerkbar. Der Körper befindet sich plötzlich im Ausnahmezustand. Nur ein kurzer Blick zur geliebten Person hin und schon fängt das Herz zu „rasen“ an, es „verschlägt“ einem der „Atem“, die Knie „zittern“ und der „Angstschweiss“ bricht aus. Vor allem am Beispiel der Liebesliteratur lässt sich zeigen: angstauslösende Reize können durch und durch lustbetont sein. Kein Wunder, bedienen sich ihre Schöpfer seit Jahrhunderten am Wortschatz der Angst, um das Innenleben von Verliebten darzustellen und beim Publikum die „grossen Gefühle“ zu wecken. […]

1. Weltkrieg (5/5) – Angstneurosen und Invalidität

By |2019-09-08T07:58:02+00:00August 17th, 2018|AnGSt|

Die Invaliden und Kriegsneurotiker brachten den Schrecken des Weltkriegs in ihre Heimat. Das Bild des Gegners wurde zusehends durch ein neues Feindbild ersetzt, das kaum mehr menschliche Züge aufwies. Für die Öffentlichkeit und Behörden stellten die Kriegsgeschädigten eine der grössten Herausforderungen dar, zerstörten sie doch das heroische Selbstbild der eigenen Nation. In der Auseinandersetzung mit ihnen spiegelt sich die kollektive Angst vor der Sinnlosigkeit des geführten Krieges wider, die alle europäischen Gesellschaften von Beginn des Ersten und bis Ausbruch des Zweiten Weltkriegs beherrscht hat. […]

1. Weltkrieg (4/5) – Waffenschreck und totale Vernichtung

By |2020-01-13T07:57:12+00:00August 3rd, 2018|AnGSt|

Ausgerechnet diejenigen Nationen, die sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts als die zivilisiertesten bezeichneten, haben den Ersten Weltkrieg geführt. Sie alle stockten jahrzehntelang ihre Arsenale auf, um für diesen „Grossen Krieg“ gerüstet zu sein. Und sie alle hatten nur das eine Ziel: zur ultimativen Grossmacht Europas aufzusteigen und die Industrialisierung des eigenen Landes voranzutreiben. Doch aus dem „kurzen“ Entscheidungskrieg, den alle herbeigesehnt hatten, wurde letztlich der „totale“ Krieg, der ganze Generationen vernichtete. Während die Infanteristen an der Front wie „am Fliessband“ starben, beschäftigten sich die Führungseliten nur mit zweierlei Hauptfragen: Wer kann mehr „Menschenmaterial“ opfern? Wer hat die besseren Waffen, [...]